Plötzlich Engel

Ein Film von Jeremias Rockel

Sponsorenpremiere (18.11.08)

Lauterbach (ce). „Es ist geil“, platzt es aus Lisa Kött heraus, nachdem sich die Hauptdarstellerin des gut 30-minütigen Kurzfilms „Plötzlich Engel“ bei der inoffiziellen Premiere für Sponsoren, Helfer und der gesamten Crew vor und hinter der Kamera im Lauterbacher Lichtspielhaus kritisch auf der Leinwand verfolgt hat.

„Aber ich muss den Film noch ein paar Mal sehen, denn ich habe die ganze Zeit geschaut, ob die Haare richtig sitzen, die Accessoires in den Szenen stimmen und ob meine Stimme zu hoch oder tief ist“, erklärt die Schülerin aus Lehnerz auch eine halbe Stunde nach der Vorführung noch immer ganz aufgeregt, aber strahlend.

Die zweiwöchigen Dreharbeiten während der Sommerferien haben ihr trotz des enormen Arbeitspensums viel Spaß gemacht und sie auch zu der ernsthaften Überlegung gebracht, eventuell doch Schauspielerin zu werden. „Aber ich wollte auch schon Sportjournalistin werden. Ich weiß es noch nicht“, betont die Elftklässlerin der Freiherr-vom-Stein-Schule.

Ihr Hauptdarsteller-Kollege Moritz Habl aus Schlitz konnte bei der Film-Vorführung nicht anwesend sein – er besucht ein Sportinternat in Jena. Seine Mutter saß jedoch im Publikum und schaltete ihn per Handy dazu, so dass er die Reden und den Vortrag des von Antje Margolf eigens komponierten Titelsongs, live von Deborah Will und Bastian Fugmann vorgetragen, mitverfolgen konnte.

Gleich mehrere Steine fielen Produzent, Regisseur, Drehbuchautor und Kameramann Jeremias Rockel vom Herzen, als der Applaus noch während des Abspanns aufbrandete. „Ich bin total erleichtert und zufrieden“, betont der 16-Jährige und fügt schmunzelnd hinzu: „Aber richtig gespannt bin ich, wie es dem unbefangenen Publikum gefällt.“

Großes Amüsement erzeugte der junge Filmemacher aus einem weiteren 30-minütigem Beitrag, der mit Outtakes betitelt war. Anhand dieser zusammengeschnittenen Szenen, die sich hinter und rund um die Kamera abspielten sowie aus nicht genutztem Filmmaterial oder verpatzten Einstellungen bestanden, wurde dem Auditorium erst deutlich, wie viel Arbeit in dem Kurzfilm-Projekt steckt und wie viele Menschen sich daran beteiligt und geholfen hatten.

Ob der Film nicht doch besser zensiert werden sollte, überlegt Vater Erhard Kött schmunzelnd beim anschließenden Sektempfang, nachdem er seine Tochter Lisa als Sophie knutschend mit Ben (Moritz Habl) auf der Leinwand gesehen hatte. „Das war für mich mit die schwierigste Szene“, berichtet die 16-Jährige. „Genau an diesem Tag war die ganze Crew dabei. Es standen also 30 Leute um Moritz und mich herum und jeder gab eine Anweisung dazu.“

„Ich brauche jetzt erstmal ein Glas Sekt“, sagt Jeremias nach unzähligem Händeschütteln mit einem breiten Grinsen im erhitzten Gesicht und blickt stolz durch den Saal des Lichtspielhauses. Die inoffizielle Premiere ist geglückt, die offizielle wird es sicherlich auch!


Text von Caroline Schreiner - Marktkorb-Redaktion Fulda

                                    
Cinestar-Fulda    Probe
Deborah Will    Bastian Fugmann
Deborah Will    Bastian Fugmann
Deborah Will    Bastian Fugmann
Deborah Will    Bastian Fugmann
Deborah Will    Bastian Fugmann